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Unter '''Kinder- und Jugendliteratur''' (Abkürzung '''KJL''') versteht man Literatur, die in erster Linie an junge Menschen vom ersten (Vor-)Lesealter bis zur Adoleszenz gerichtet ist. Das Gesamtkorpus der Kinder- und Jugendliteratur umfasst sowohl fiktionale Literatur (?Belletristik?) als auch Sachliteratur, darunter Druckerzeugnisse und elektronische Texte ebenso wie Hörbücher.

Definitionen

Der Begriff ist nicht eindeutig festgelegt. Unterschieden werden:
  1. ''intentionale'' KJL (Gesamtheit der für Kinder und Jugendliche als geeignet empfundenen Literatur)
  2. ''spezifische'' KJL (Gesamtheit der für Kinder und Jugendliche geschriebenen fiktionalen und nichtfiktionalen Texte)
  3. ''Kinder- und Jugendlektüre'' (Gesamtheit der von Kindern und Jugendlichen rezipierten fiktionalen und nichtfiktionalen Texte) sowie
  4. KJL als ''Teilsystem des gesellschaftlichen Handlungs- bzw. Sozialsystems ?Literatur?'' (?Subsystem KJL?)

Literarische Werke für minderjährige Leser (spezifische KJL) werden oft für ein bestimmtes Lesealter verfasst. Einige ?Klassiker?, wie Sagen oder Romane aus früheren Jahrhunderten, erscheinen auch in extra für Kinder und Jugendliche bearbeiteten Neufassungen bzw. Nacherzählungen. Kinderbücher werden außerdem meist durch Illustrationen ergänzt, wobei der Bildanteil den Wortanteil umso mehr übertreffen kann, je jünger die anvisierte Zielgruppe ist.

Geschichte

Anfänge

Bis weit in die Neuzeit waren die meisten Menschen Analphabeten, die Frage nach einer Lektüre eigens für Kinder und Jugendliche stellte sich damit nicht. In Europa dienten die ersten Literaturen, mit denen Kinder in der Regel nur an Klosterschulen in Berührung kommen konnten, vor allem der religiösen Unterweisung und erst mittelbar auch der Alphabetisierung.

Auch die Erfindung des Buchdrucks Mitte des 15. Jahrhunderts erleichterte Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Literatur vorerst nur in begrenztem Maße. Er beschränkte sich zumeist auf speziell für Kinder gefertigte Lernhilfen wie etwa Hornbücher. Wichtigste Lektüre blieben, besonders im protestantischen Bereich, Bibel, Gesangbuch und Luthers Kleiner Katechismus.

Zu allen Zeiten beliebt bei Kindern waren Märchen, die seit dem 16. Jahrhundert, besonders aber im 19. Jahrhundert gesammelt und auch für Kinder bearbeitet wurden ? unter anderem von Giovanni Francesco Straparola, Charles Perrault, Gabrielle-Suzanne de Villeneuve, den Brüdern Grimm und Bo?ena N?mcová.

In den 1580er Jahren erschienen zahlreiche günstige, oft minderwertige Bücher, die von Nordamerikas wurde.

Der ''Enzyklopädismus'' des 18. Jahrhunderts schlug sich auch in der Kinderliteratur nieder, etwa in dem ''Elementarwerk'' des Pädagogen '' erklärt, dass Robinson eine für Kinder geeignete Lektüre sei und Campe wollte ihnen den Zugang zu dem Werk erleichtern.

Moralistische Werke

Im 17. und 18. Jahrhundert veröffentlichten Puritaner in England und Amerika Kinderbücher, die von protestantischer Ethik geprägt waren. Da die Kindersterblichkeit damals sehr hoch war ? nur jeder zweite Mensch erreichte das Erwachsenenalter ?, lag der erzieherische Sinn der moralistischen Kinderliteratur vor allem in der Vorbereitung der Kinder auf ihren Tod und der Vermeidung der Höllenverdammnis. Ein Beispiel puritanischer Kinderliteratur ist James Janeways ''A Token for Children'' (1671?), das eine Reihe von ''?Geschichten beispielhafter Lebensführung und freudvoller Todesfälle kleiner Kinder?'' enthält. Es war bis Mitte des 19. Jahrhunderts in England und seinen Kolonien weit verbreitet. Die Todesfurcht der Kinder wurde auch durch präzise Beschreibungen der Höllenqualen und durch das Zeigen von Leichen und öffentlichen Hinrichtungen gefördert.

Isaac Watts? 1715 veröffentlichte ''Divine Songs Attempted in Easy Language for the Use of Children'' milderten die makabre Erzählweise und waren freundlicher gehalten. Seine Verse waren weiterhin Ausdruck der auch im 18. Jahrhundert noch verbreiteten Sichtweise, dass Kinder kleine Erwachsene von immanent boshaftem Wesen seien. Watts? Lieder waren bis ins späte 19. Jahrhundert als Übungen zum Auswendiglernen geschätzt.

Abkehr von der erzieherischen Botschaft

Einige der ersten Kinderbücher, die neben einer rein erzieherischen Botschaft auch Unterhaltungswert hatten, wurden von John Newbery in den 1740er Jahren veröffentlicht; allerdings schrieb bereits einige Jahre zuvor Thomas Boreman seine ''Gigantick Histories''.

Dennoch prägten moralistische Wertvorstellungen bis ins späte 19. Jahrhundert weiterhin ? auch im deutschsprachigen Raum ? viele Kinderbücher, obwohl ab Mitte des 18. Jahrhunderts die rein religiöse Botschaft immer mehr von dem von Locke und Rousseau propagierten rationalen Moralismus, bei dem die erzieherische Botschaft in raffiniert ausgearbeiteten Geschichten versteckt wird, verdrängt wurde. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden auch reine Fantasie- und Abenteuergeschichten immer mehr als Kinderliteratur akzeptiert. 1893 erschien in Deutschland erstmals die Jugendschriften-Warte, eine Publikation der ''Vereinigten Prüfausschüsse'', die neu erschienene Kinder- und Jugendbücher beurteilten und Listen empfehlenswerter Bücher herausgab. Diese Publikation hatte in Deutschland sehr weitreichenden Einfluss darauf, was als lesenswerte Literatur galt. Gegen Ende der Weimarer Republik betrug die Auflage der Publikation fast 200.000 Exemplare und war Beilage fast aller Lehrerzeitungen. In ihren Empfehlungslisten legten die Prüfungsausschüsse sehr traditionelle Bewertungskriterien von Kunst und Kindertümlichkeit als Maßstab an. Weit verbreitete Bücher wie etwa die Trotzkopf-Reihe der Emmy von Rhoden, die Publikation der Thekla von Gumpert oder die Nesthäkchen-Serie von Else Ury galten als verderblicher Schund.

Heinrich Hoffmanns ''Struwwelpeter'' (1845) war eines der ersten und auch eines der erfolgreichsten Kinderbücher, das vom Autor selbst illustriert wurde. Auch wenn ? oder gerade weil ? die erzieherische Botschaft deutlich zu erkennen ist, weisen die grotesk überzeichneten Illustrationen und Texte eine ganz eigene Komik auf, die jedoch teilweise nicht wahrgenommen wurde.

 u.?a. Ausgesprochene Kindergedichte gibt es unter diesen letzteren v.?a. bei Busch, Morgenstern und Ringelnatz.

Moderne Werke

In Kinder- und Jugendbüchern lässt sich thematisch nahezu alles altersgerecht darstellen, so dass die Themenvielfalt dementsprechend dieselbe Bandbreite wie in der Literatur für Erwachsene aufweist. Kinder und Jugendliche können sich demzufolge heute auch in für sie verfassten Büchern mit ?härteren? sie betreffenden gesellschaftlichen und sozialen Themen auseinandersetzen wie z.?B. Tod ('').

Zu den Autoren, die immer wieder kontroverse Bücher veröffentlichen und gerade die von der Gesellschaft vielfach schon verloren gegebenen Jugendlichen im Blick haben, gehört Morton Rhue. Aus seinem Werk ragt vor allem der auf tatsächlichen Ereignissen basierende Roman Die Welle heraus, das bislang bekannteste Buch über die Verführbarkeit autoritärer bzw. diktatorischer Strukturen, die Jugendliche z.?B. auch für den Rechtsradikalismus empfänglich machen. Dieser Roman bildete auch die Vorlage für ein Theaterstück von Reinhold Tritt sowie für mehrere Filme, zuletzt 2008 für die deutsche Adaption durch Dennis Gansel.

Von der Literaturkritik, den Pädagogen und Eltern als ?wertvoll? und ?engagiert? geschätzte Bücher bilden bei Kindern und Jugendlichen jedoch eine vergleichsweise kleine Nische im Gegensatz zu den sehr beliebten und dementsprechend auch umsatzstarken Unterhaltungsgeschichten solcher Reihen wie ''Die wilden Hühner'' von Cornelia Funke oder zu den vor allem auf Spannung setzenden Reihen wie die Gänsehaut-Bücher von R. L. Stine oder die Die drei Fragezeichen.

''Zu weiteren bei Kindern und Jugendlichen beliebten Genres siehe nachfolgende Absätze.''

Literaturen für verschiedene Altersgruppen

Abgrenzungskriterien

Die Unterschiede zwischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur sind fließend, unterliegen dem historischen Wandel und können nur lose definiert werden. Oft sind es Erwachsene, die die Grenzziehung vornehmen, um sich selbst von dieser Literatur abzugrenzen.

Manche Romane, die ursprünglich für Erwachsene geschrieben worden sind, haben im Laufe der Zeit einen Rang als Jugendromane erlangt. In anderen Fällen, etwa bei den Harry Potter-Romanen, ist der umgekehrte Prozess zu beobachten. Letzteres gilt auch für den Roman von Klaus Kordon: Krokodil im Nacken, der 2003 den Preis der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises erhielt (vgl. Zellerhoff, 2012, 34?48).

Im englischsprachigen Raum ist die Differenzierung der fiktionalen Literatur nach Altersgruppen noch weiter vorangeschritten als in den deutschsprachigen Ländern. Als ?Middle Grade Fiction? (fiktionale Literatur für Kinder der mittleren Klassenstufen) bezeichnet man dort Literatur, die für 10- bis 12-jährige geschrieben ist. Daneben werden in den deutschsprachigen Verlagsprospekten auch ''All-Age''-Titel propagiert, die von vorneherein auf ein altersübergreifendes Lesepublikum von Jugendlichen und Erwachsenen bzw. ''junge Erwachsene'' abzielen. (''Siehe hierzu auch:'' Fantasy ? Subgenres)

'''Deutschland'''

Im Gegensatz bei den verpflichtenden Altersfreigaben bei Kinder- und Jugendfilmen (FSK) gibt es im Buchbereich, wenn man von den oben angegebenen gesetzlichen Vorschriften zum Jugendschutz absieht, lediglich freiwillige Empfehlungen einiger Verlage bezüglich der geeigneten Altersgrenzen. Im unteren Altersbereich sind dies jährliche Altersstufen, später erfolgen die Abstufungen in Zwei-Jahres-Schritten. Dies soll eine Differenzierung ermöglichen, die gleichwohl dem Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes anzupassen ist. Angaben zum geeigneten Lesealter können jedoch in Rezensionen von denen der Verlagsangaben abweichen. Auch Kinderbuchverlage wollen sich eine möglichst breite Käufer- bzw. Leserschicht für ihre Produktionen erschließen und geben deshalb das Lesealter nicht selten ein bis zwei Stufen niedriger als von Rezensenten für sinnvoll erachtet an.

Die Altersscheidegrenze von Kinder- und Jugendbüchern ist nicht punktgenau zu fixieren und liegt im deutschen Sprachraum zwischen zwölf und vierzehn Jahren. In anderen Kulturen, wie z.?B. den USA, sind ''Jugendbücher (Young Adult Books)'' an mindestens 14- bis 16-Jährige adressiert.

Literarisch und thematisch anspruchsvolle Jugendbücher werden im deutschen Sprachraum wiederum als für ''Junge Erwachsene'' gekennzeichnet und sprechen durchaus auch noch weit ältere Lesergruppen an.

Im Jahr 2009 betrug der Anteil von Kinder- und Jugendliteratur am Gesamterlös der Verlage 15 Prozent, die Bücher werden seit jeher zu 95 % von Erwachsenen gekauft. Während der Umsatz mit Kinder- und Jugendbüchern im ersten Halbjahr 2009 um 24 % gegenüber dem Vorjahr stieg, prognostiziert die Stiftung Lesen, dass jedes zweite Kind keine Bücher geschenkt bekomme und nie vorgelesen bekäme. Daher wird angenommen, dass diese Literatur verstärkt von Erwachsenen gelesen werde (z.?B. Harry Potter oder Fantasy-Romane) und sich nur scheinbar an Jugendliche richte. Die Verlage wollen vermehrt von der deutlich umsatzstärkeren Zielgruppe der Erwachsenen profitieren und gründen dazu Imprints für so genannte All-Age-Bücher. Kritisch wird gesehen, dass der Umsatzanstieg und wirtschaftliche Erfolg im Wesentlichen auf wenigen, sehr populären ''Selbstläufern'', z.?B. von Joanne K. Rowling, Cornelia Funke oder Stephenie Meyer, basiert.

Bilderbuch

Bilderbücher sind mehrheitlich an Kinder im Vorschulalter adressiert, die noch nicht lesen können. Da das Schreiben und Illustrieren von Bilderbüchern an die Gestalter sehr verschiedenartige Anforderungen stellt, arbeiten Autoren und Illustratoren oft im Team. Andere Bilderbuchautoren beherrschen das Schreiben und Illustrieren jedoch gleichermaßen. Während die Mehrzahl der Bilderbücher großformatig ist und kaum mehr als 48 Seiten umfasst, können Bilderbücher ? wie z.?B. ''Die Entdeckung des Hugo Cabret'' von Brian Selznick ? in Einzelfällen auch weitaus umfangreicher und für ein älteres Lesepublikum bestimmt sein. Zu den Sonderformen des Bilderbuchs zählen u.?a. das Fühlbuch, das ''Lift-the-Flap-Buch'' und das Pop-up-Buch. ''Erstlesebücher'' für Kinder von sechs bis neun Jahren sind ebenfalls illustriert, enthalten jedoch mehr Text als Bilderbücher und umfassen im deutschsprachigen Raum 64 bis 96 Seiten. In den englischsprachigen Ländern existiert für dieselbe Zielgruppe eine sehr umfangreiche, nach Schwierigkeitsgraden gestaffelte Literatur aus broschierten Bändchen, deren Umfang nur jeweils 24 bis 48 Seiten beträgt. In allen Fällen sind die Geschichten sehr knapp gehalten und werden in kurzen Sätzen erzählt, um das Lesen zu erleichtern.

Kinderbuch

Als Kinderbuch wird eine literarische Veröffentlichung bezeichnet, die sich an Kinder im Alter von circa 8 bis 12 Jahren richtet. Kinderbücher können belletristisch sein, aus dem Sachbuch?bereich kommen oder Mischformen aufweisen. Häufig gibt es auch interaktive Kinderbücher.
In den Vereinigten Staaten sind es vor allem zwei Organisationen, die hochwertiges Schreiben für junge Leser ermutigen, indem sie herausragende Autoren und Werke mit Preisen auszeichnen:

* Bilderbuchliteratur: Caldecott Medal (seit 1938)
* Literatur für Leseanfänger: Theodor Seuss Geisel Award (seit 2006)
* Kinderliteratur: Newbery Medal (seit 1921), ALA Notable Books for Children (seit 1940), Mildred L. Batchelder Award (seit 1968), May Hill Arbuthnot Lecture (seit 1970), Odyssey Award for Excellence in Audiobook Production (seit 2008)
* Jugendliteratur: ALA Best Fiction for Young Adults (seit 1930; ursprünglich ''Best Books for Young People''), Margaret Edwards Award (seit 1988), Alex Awards (seit 1998), Amazing Audiobooks for Young Adults (seit 1999), Michael L. Printz Award (seit 2000), Quick Picks for Reluctant Young Adult Readers (seit 2008), Great Graphic Novels for Teens (seit 2009), William C. Morris YA Debut Award (seit 2009), Popular Paperbacks for Young Adults (seit 2010), Excellence in Nonfiction for Young Adults (seit 2010)
* Kinder- und Jugendliteratur allgemein: Robert F. Sibert Informational Book Medal (seit 1954), Coretta Scott King Book Awards (seit 1985), Robert F. Sibert Informational Book Medal (seit 2001), Amelia Bloomer Book List (seit 2004), Schneider Family Book Award (seit 2004)
* Kinderliteratur: Award for Excellence in Poetry for Children (seit 1974), The Orbis Pictus Award (seit 1989; für nicht-fiktionale Literatur), Charlotte Huck Award (seit 2014)
* Jugendliteratur: ALAN Award (seit 1974), Ted Hipple Service Award (seit 2000), Amelia Elizabeth Walden Award (seit 2008)

Der , mit dem solche Bücher ausgezeichnet werden können, die von höchster Qualität, 20 Jahre lang aber weitgehend übersehen worden sind.

Bilderbücher können seit 1998 auch mit dem Charlotte Zolotow Award ausgezeichnet werden. Für Kinderbücher existieren der Kerlan Award (seit 1975) und der Gelett Burgess Children's Book Award (seit 2011).

Daneben bestehen zahlreiche Preise, mit denen Werke und Autoren aus bestimmten Spezialbereichen ausgezeichnet werden können, wie etwa der ''Pura Belpré Award'' (seit 1996), der ''Asian/Pacific American Awards for Literature'' (seit 2001, mit mehreren Kategorien für Kinder- und Jugendliteratur), der ''American Indian Youth Literature Award'' (seit 2006), der ''Arab American Book Award'' (seit 2006).

Eine weitere Gruppe von Preisen schließlich wird Werken und Autoren bestimmter Genres verliehen, wie etwa der ''Scott O'Dell Award for Historical Fiction'' (seit 1982), der ''Golden Duck Award for Excellence in Children's Science Fiction'' (1992?2017; seitdem ''Notable Book Lists''), der ''Bram Stoker Award for Best Work for Young Readers'' (seit 1998) und der Andre Norton Award (seit 1995; bis 2006: ''Reading Rainbow Young Writers and Illustrators Contest'').

Eine Besonderheit ist der Cybils Award, mit dem seit 2006 in zehn Kategorien Bücher ausgezeichnet werden, die nicht von Literaturkritikern, sondern von Kindern und Jugendlichen ausgewählt werden, die über diese Literatur bloggen. Von Kindern und Jugendlichen geschriebene Bücher konnten von 1985 bis 2007 mit dem ''National Kids-in-Print Book Contest for Students'' geehrt werden. Einen ähnliche Zweck verfolgt seit 2002 der ''PBS Kids Writers Contest''.

Weitere Länder

Die beiden international bedeutendsten Preise für Kinder- und Jugendliteratur sind der Hans Christian Andersen-Preis und der Astrid Lindgren Memorial Award. Im Bereich der Illustration gelten die Preise der Biennale für Illustrationen in Bratislava, sowie die von der Kinderbuchmesse Bologna vergebenen Bologna Ragazzi Awards als international wichtigste Auszeichnungen.

Daneben gibt es folgende Auszeichnungen und Preise:

Kinder- und Jugendliteratur als universitäre Disziplin

Studiengänge

Kinder- und Jugendliteratur ist auch Lehrfach des Fächerkanons vieler Fachakademien oder -hochschulen für Sozialpädagogik. Studiengänge, bei denen die Beschäftigung mit Kinder- und Jugendliteratur ganz im Mittelpunkt steht, werden im deutschsprachigen Raum bis heute jedoch nur vereinzelt und auch nur als Masterstudiengang angeboten:

In den Vereinigten Staaten gibt es im Fach ''Children's Literature'' 406 Bachelor- und 240 Masterstudiengänge, von denen viele auch eine schriftstellerische Ausbildung einschließen.<ref>
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Forschungseinrichtungen

Selbst in der literaturwissenschaftlichen Beschäftigung hat sich die Kinder- und Jugendliteratur einen festen Platz erkämpft. Folgende Forschungsstätten für Kinder- und Jugendliteratur gibt es im deutschsprachigen Raum:

Aktuelle Forschung

Eine der neuesten Studien zur internationalen Kinder- und Jugendliteratur ist die Untersuchung ''Überblicksstudie über die aktuelle Kinder- und Jugendliteratur in Polen, Russland, Slowenien, Tschechien, der Ukraine, Ungarn'' von Katja Wiebe.

Siehe auch

Literatur

Kinder- und Jugendliteratur

Allgemein

  • Gina Weinkauff, Gabriele von Glasenapp: ''Kinder- und Jugendliteratur.'' Schöningh, Paderborn/ München/ Wien/ Zürich 2010, ISBN 978-3-8252-3345-7 (''UTB.'' 3345).
  • Manfred Marquardt: ''Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur.'' Stam, Troisdorf 2007, ISBN 978-3-8237-8121-9.
  • Isa Schikorsky: ''DuMont Schnellkurs Kinder- und Jugendliteratur.'' DuMont, Köln 2003, ISBN 3-8321-7600-4.

Geschichte

Internationale Literatur
  • Carmen Bravo-Villasante: ''Weltgeschichte der Kinder- und Jugendliteratur. Versuch einer Gesamtdarstellung.'' Schrödel, Hannover/Dortmund/Darmstadt/Berlin/München 1977, ISBN 3-507-38000-5.
  • Theodor Brüggemann, Otto Brunken (Hrsg.): ''Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur.'' Band 1: ''Vom Beginn des Buchdrucks bis 1570.'' Metzler, Stuttgart 1987, ISBN 3-476-00607-7.
  • Theodor Brüggemann, Otto Brunken (Hrsg.): ''Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur.'' Band 2: ''Von 1570 bis 1750.'' Metzler, Stuttgart 1991, ISBN 3-476-00611-5.
  • Theodor Brüggemann, Hans-Heino Ewers (Hrsg.): ''Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur.'' Band 3: ''Von 1750 bis 1800.'' Metzler, Stuttgart 1982, ISBN 3-476-00484-8.
  • Theodor Brüggemann: ''Kinder- und Jugendliteratur 1498?1950. Kommentierter Katalog der Sammlung Brüggemann.'' Wenner, Osnabrück 1986?2005, ISBN 3-87898-345-X.
  • Theodor Brüggemann: ''Keinen Groschen für einen Orbis Pictus.'' Ausgewählte Studien zur Kinder- und Jugendliteratur vom 16. bis 20. Jahrhundert. Hrsg. u. Einleitung von Reinhard Stach. Wenner, Osnabrück 2001, ISBN 3-87898-373-5.
  • Otto Brunken, Bettina Hurrelmann, Klaus-Ulrich Pech (Hrsg.): ''Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur. [4.] Von 1800 bis 1850.'' Metzler, Stuttgart 1998, ISBN 3-476-00768-5.
  • Otto Brunken, Bettina Hurrelmann, Maria Michels-Kohlhage, Gisela Wilkending (Hrsg.): ''Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur. [5.] Von 1850 bis 1900.'' Metzler, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-476-01687-4.
  • Christoph Launer, Heinrich Pleticha: ''Was sie gerne lasen. Streifzüge durch 500 Jahre Kinder- und Jugendliteratur.'' Arena, Würzburg 1999, ISBN 3-401-04997-6.
Spezielle Literaturen
  • Hans-Heino Ewers: ''Erfahrung schrieb's und reicht's der Jugend. Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendbuchliteratur vom 18. bis 20. Jahrhundert.'' Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-631-61246-0.
  • Gabriele von Glasenapp, Michael Nagel: ''Das jüdische Jugendbuch. Von der Aufklärung bis zum Dritten Reich.'' Metzler, Stuttgart/ Weimar 1996, ISBN 3-476-01413-4.
  • Petra Josting, Walter Fähnders (Hrsg.): ''?Laboratorium Vielseitigkeit?. Zur Literatur der Weimarer Republik. Festschrift für Helga Karrenbrock zum 60. Geburtstag.'' Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2005, ISBN 3-89528-546-3 (enthält u.?a. 13 Beiträge über die Kinder- und Jugendliteratur der Weimarer Republik).
  • Winfried Kaminski: ''Antizipation und Erinnerung. Studien zur Kinder- und Jugendliteratur in pädagogischer Absicht.'' Metzler, Stuttgart/ Weimar 1992, ISBN 3-476-45020-1.
  • Helga Karrenbrock: ''Märchenkinder ? Zeitgenossen. Untersuchungen zur Kinderliteratur der Weimarer Republik.'' Metzler, Stuttgart/Weimar 1995, ISBN 3-476-45068-6.
  • Helga Karrenbrock: ''?Revolution im Bücherschrank der Kinder?. Zur Synchronisierung von Kindheit in den Kinderromanen der Neuen Sachlichkeit.'' In: Reiner Wild (Hrsg.): ''Gesellschaftliche Modernisierung und Kinderliteratur''. Röhrig, St. Ingbert 1997, ISBN 3-86110-122-X, S. 124?139.
  • Helga Karrenbrock: ''?Familienbande?. Eltern und Kinder in der neuen Kinderliteratur der Weimarer Republik.'' In: Hans-Heino Ewers, Inge Wild (Hrsg.): ''Familienszenen in der Kinderliteratur''. Juventa, Weinheim/ München 1999, ISBN 3-7799-0450-0, S. 95?111.
  • Rüdiger Steinlein, Heidi Strobel, Thomas Kramer (Hrsg.): ''Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur. [7.] SBZ/DDR. Von 1945 bis 1990.'' Metzler, Stuttgart 2006, ISBN 3-476-02177-7.
  • Reiner Wild (Hrsg.): ''Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendliteratur.'' Metzler, Stuttgart/ Weimar 2002, ISBN 3-476-01902-0.
  • Wolfgang Bittner: ''Deutsche Kinder- und Jugendliteratur ? Eine Bestandsaufnahme.'' In: ''Schreiben, Lesen, Reisen.'' Athena, Oberhausen 2006, ISBN 3-89896-253-9, S. 61?67.

Gegenwart

  • Günter Lange (Hrsg.): ''Kinder- und Jugendliteratur der Gegenwart. Ein Handbuch.'' Schneider, Hohengehren 2011, ISBN 978-3-8340-0788-9.

Nachschlagewerke

  • Bettina Hurrelmann (Hrsg.): ''Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur.'' Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-596-12668-1.
  • Aiga Klotz: ''Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland 1840?1950. Gesamtverzeichnis der Veröffentlichungen in deutscher Sprache.'' Metzler, Stuttgart 1990?1997.
    • Band 1: A?F 1990, ISBN 3-476-00702-2.
    • Band 2: G?K 1992, ISBN 3-476-00704-9.
    • Band 3: L?Q 1994, ISBN 3-476-00704-9.
    • Band 4: R?S 1996, ISBN 3-476-00705-7.
    • Band 5: T?Z 1997, ISBN 3-476-00706-5.
  • Bettina Kümmerling-Meibauer: ''Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Ein internationales Lexikon.'' 3 Bände Metzler, Stuttgart 2004, ISBN 3-476-02021-5.

Didaktik

  • Carsten Gansel: ''Moderne Kinder- und Jugendliteratur. Vorschläge für einen kompetenzorientierten Unterricht.'' Cornelsen Scriptor, Berlin 2010, ISBN 978-3-589-22927-7.

Spezialthemen

  • Gabriele Dreßing: ''Zwischen Bibel und Bilderbuch. Religiöse Kinder- und Jugendliteratur im Spiegel des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises.'' Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 2004, ISBN 3-86110-371-0.
  • Hans-Heino Ewers: ''Literatur für Kinder und Jugendliche. Eine Einführung in grundlegende Aspekte des Handlungs- und Symbolsystems Kinder- und Jugendliteratur.'' Fink, München 2000, ISBN 3-8252-2124-5.
  • Rainer Strzolka, Gabriele Kucher: ''Zur Entwicklung und Verbreitung deutsch- und fremdsprachiger Kinder- und Jugendliteratur. Ausgewählte Beispiele.'' In: ''DFW Dokumentation Information.'' Jg. 29.1981, H. 3/4, S. 73?92; H. 5/6, S. 139?159; Jg. 30.1982, H. 2/3, S. 55?61 .

Kinderliteratur

Geschichte

  • Roderick Cave, Sara Ayad (Hrsg.): ''Die Geschichte des Kinderbuches in 100 Büchern.'' Gerstenberg, Hildesheim 2017, ISBN 978-3-8369-2123-7.
  • Georg Ruppelt: ''Deutsche Kinderbücher des 18. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Vorbereitung einer Bibliographie alter deutscher Kinderbücher''
    • Katalog zur Ausstellung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, 3. November 1978 ? 10. Januar 1979. Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel 1978, ISBN 3-88373-003-3.
  • Georg Ruppelt: ''Alte Kinderbücher.'' Katalog und Führer zur Ausstellung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, 10. ? 24. Dezember 1980 u. 2. ? 20. Januar 1981. Staats- und Universitätsbibliothek, Hamburg 1980.

Nachschlagewerke

  • Jack Zipes (Hrsg.): ''The Oxford encyclopedia of children's literature.'' 4 Bände. Oxford University Press, Oxford u.?a. 2006.
  • Susanne Gaschke: ''Hexen, Hobbits und Piraten ? Die besten Bücher für Kinder.'' Fischer, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-421-05668-4.

Spezialthemen

  • Tobias Kurwinkel: ''Bilderbuchanalyse. Narrativik, Ästhetik, Didaktik.'' Tübingen: Francke, 2017, 306 S., ISBN 978-3825248260
  • Dorothee Markert: ''Momo, Pippi, Rote Zora ? was kommt dann? Leseerziehung, weibliche Autorität und Geschlechterdemokratie.'' Ulrike Helmer, Königstein 1998, ISBN 3-927164-67-4.

Jugendliteratur

Allgemein

  • Carl M. Tomlinson, Carol Lynch-Brown: ''Essentials of Young Adult Literature.'' Allyn & Bacon, 2006, ISBN 0-205-29014-0.

Gegenwart

  • Pam Cole: ''Young Adult Literature in the 21st Century.'' McGraw-Hill, 2008, ISBN 978-0-07-352593-8.
  • Alleen P. Nilsen, Kenneth L. Donelson: ''Literature for Today?s Young Adults.'' Allyn & Bacon, 2008, ISBN 978-0-205-59323-1.

Spezialthemen

  • Rita Zellerhoff: ''Komplexe sprachliche Strukturen in der Jugendliteratur. Aufgezeigt an preisgekrönten Werken der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises.'' Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-631-67538-0.
  • Katherine T. Bucher, KaaVonia M. Hinton: ''Young Adult Literature: Exploration, Evaluation and Appreciation.'' Prentice Hall, 2009, ISBN 978-0-13-714532-4.

Weblinks

Allgemein

Historisches

  • SIKJM, Zürich Johanna Spyri-Archiv, Kinder- und Jugendbuchsammlung aus verschiedenen Ländern und Zeiten
  • abenteuerroman.info Abenteuerbücher des 19. Jahrhunderts für Jugendliche ? mehrere hundert Titel werden einzeln vorgestellt mit Darstellung der Illustrationen und vielen anderen Angaben
  • Schatzbehalter Das Portal für historische Kinder- und Jugendliteratur. Eine Sammlung der ALEKI in Zusammenarbeit mit dem Bilderbuchmuseum Burg Wissem - ein Dienst der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
  • Digitale Sammlung Kinderliteratur in Scripta Paedagogica Online

Didaktisches

Jugendliteratur

Einzelnachweise