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'''Grimms Märchen''' nennt man volkstümlich die berühmte Sammlung '''Kinder- und Hausmärchen''', in der Forschungsliteratur auch als ''KHM'' abgekürzt, die Jacob und Wilhelm Grimm, genannt die Brüder Grimm, von 1812 bis 1858 herausgaben.

Die Brüder sammelten auf Anregung der Romantiker Clemens Brentano, Achim von Arnim und Johann Friedrich Reichardt ursprünglich für deren Volksliedersammlung ''Des Knaben Wunderhorn'' ab 1806 Märchen aus ihrem Bekanntenkreis und aus literarischen Werken. Sie waren ursprünglich nicht nur für Kinder gedacht, sondern entstanden vor allem aus volkskundlichem Interesse und erhielten entsprechende märchenkundliche Kommentare. Wilhelm Grimms sprachliche Überarbeitungen schufen daraus einen Buchmärchenstil, der bis heute das Bild von Märchen prägt.

Entstehungsgeschichte

Die Anfänge

Clemens Brentano erhielt auf der Suche nach volkstümlichen Liedern für die Sammlung ''Des Knaben Wunderhorn'' über Friedrich Carl von Savigny Kontakt zu dessen ehemaligem Studenten Jacob Grimm, der in der Kasseler Bibliothek arbeitete. So kamen die Brüder Grimm ab 1806 dazu, für ihn Lieder und bald auch Märchen zunächst aus literarischen Werken zu exzerpieren. Als musterhaft präsentierte Brentano ihnen seine Redaktionen ''Von dem Mäuschen, Vögelchen und der Bratwurst'' und ''Von dem Tode des Hühnchens'' sowie Runges Märchen ''Vom Fischer und seiner Frau'' und ''Vom Wacholderbaum''. Weiterhin empfahl er als Gewährsleute mündlicher Erzähltradition Friederike Mannel sowie die Geschwister Hassenpflug, Wild und Ramus. Sein Vorschlag, Erzählungen einer alten Frau im Elisabeth-Hospital in Marburg abzuhören, blieb unberücksichtigt. Solche Feldforschung war höchst selten und auch eigene Kindheitserinnerungen der Brüder Grimm spielten keine Rolle.

Die handschriftliche Urfassung

Jacob Grimm schickte Brentano am 17. Oktober 1810 48 Texte. Insgesamt war die Sammlung etwas größer, da er Brentano bereits vorliegende Texte nicht erneut abschrieb. Jacob Grimm hatte die Texte sortiert und 25 selbst niedergeschrieben, Wilhelm 14 und verschiedene Gewährsleute sieben. Von der handschriftlichen ?Urfassung? stammten wohl 18 Stück aus literarischen Quellen (einschließlich zwei Texte Runges), 16 von den Geschwistern Hassenpflug, 14 von Familie Wild, sechs von Friederike Mannel, zwei von der Frau des Marburger Hospitalvogts und eins von den Geschwistern Ramus. Mündliche Beiträger waren etwa gleichaltrige junge Frauen aus dem bürgerlichen Milieu, bis auf zwei von der Apothekersfrau Wild nachgewiesene Texte ('' bei Genf.

Die Erstauflage

Clemens Brentano nutzte das angeforderte Material nicht. Jacob und Wilhelm Grimm führten die Sammlung in eigener Regie weiter, wobei sie Notizen zu Gewährspersonen und Aufnahmedaten nun genauer führten. Die Geschwister Hassenpflug und Wild waren weiterhin die ergiebigsten Quellen. Dem Bild hessischer Volksüberlieferung am nächsten kommt wohl der pensionierte '' verloren gegangen war. Außerdem führten Reimers Eingriffe in Runges Texte zu Spannungen.

Der Druck des zweiten Teils 1814 (vordatiert auf 1815) verlief unkomplizierter.

Der Verkauf, vor allem des zweiten Bandes, verlief schleppend, weshalb es zu Unstimmigkeiten zwischen den Grimms und ihrem Verleger Reimer kam. 1819 kam eine zweite Auflage beider Bände heraus, die als die wichtigste in der Editionsgeschichte angesehen wird. Eine Vielzahl von Texten wurde darin neu aufgenommen, darunter einige, die heute zum Grundbestand der KHM zählen (''Die Bremer Stadtmusikanten'', ''Hans im Glück'', ''Tischlein deck dich''), zahlreiche Texte der ersten Auflage wurden grundlegend bearbeitet. Die Grimms reagierten so auf Kritik von Freunden und Rezensenten.

Weitere Auflagen

Ab der 2. Auflage übernahm Wilhelm Grimm das Sammeln und Überarbeiten der Texte. Jacob besorgte nur noch einige Texte für die 2. und 3. Auflage, nahm aber wohl weiter Einfluss auf die wissenschaftlichen Anmerkungen. Brieflich dokumentiert ist noch sein Rat, die allzu fragmentarischen Märchen ''''). Die dritte Auflage erschien 1837, die vierte 1840, die fünfte 1843, die sechste 1850, die siebte Auflage letzter Hand 1857.

Grimms Anmerkungen

Waren den Märchen der Erstauflage noch Kommentare direkt beigegeben, so erschienen diese für die Zweitauflage 1822 separat und wurden erst 1856 erneut aufgelegt. Diese Anmerkungen zu den einzelnen Märchen liefern oft Literaturangaben zu vielen Vergleichstexten, von denen einzelne auch wiedergegeben werden. Die Herkunft der mündlichen Fassungen wird nach Landstrichen angegeben. So erhielten die Beiträge der in ihrer Kindheit von Hanau nach Kassel umgezogenen Hassenpflugs den Vermerk ''aus Hessen'', ''aus den Maingegenden'' oder auch ''aus Hanau'', solche der Dorothea Viehmann stets ''Aus Zwehrn''. Auch einige schriftliche Quellen werden in dieser Weise verschleiert. So steht ''Braunschweiger Sammlung'' für die dort 1801 anonym erschienene Sammlung ''Feen-Märchen'', ebenso wie ''Erfurter Sammlung'' für Günthers ''Kindermährchen'' von 1787.

Die kleine Ausgabe

Die 2. Auflage von 1819 wurde auch zur Grundlage für die ersten Übersetzungen (u.?a. ins Englische) und für die ?Kleine Ausgabe? mit 50 Titeln, die für Kinder gedacht war und ab 1825 erschien. Sie brachte den Publikationserfolg, der erst später auch auf die große Ausgabe überging. Die ?Kleine Ausgabe? kam als erste deutsche Ausgabe der KHM mit Illustrationen (7 Stahlstichen von Ludwig Emil Grimm) im Text heraus, was von vielen Kritikern (u.?a. von .

Textbestand und Charakteristika

. Nur etwa 50 Texte der Auflage letzter Hand würde man heute als reine Märchen bezeichnen.

Forschungsgeschichte

Die 1810 an Brentano gesandte handschriftliche ''Urfassung'' blieb erhalten und ist heute eine wertvolle Vergleichsquelle, da sonstige frühe Märchenaufzeichnungen von den Brüdern Grimm nach dem Druck vernichtet wurden. Schon 1808 schickte Jacob Grimm außerdem sieben handschriftliche Texte an Savigny. Die Erforschung ihrer Märchen begann mit Wilhelms Sohn Herman, der auch die Notizen in ihren Handexemplaren auszuwerten versuchte. Besonders irreführend für die Märchenforschung wirkte lange Zeit seine irrtümliche Zuschreibung von Beiträgen der jungen Marie Hassenpflug an eine ''Alte Marie''. Die wissenschaftliche Rezeption beschränkte sich verständlicherweise lange Zeit auf die Ausgabe letzter Hand. Viele teils erhebliche Bearbeitungen erkennt man durch Vergleich verschiedener Auflagen. geschuldete Fiktion: Die Märchensammlung stellt vielmehr eine Mischung aus neuen Texten, Kunstmärchen und teils stark bearbeiteten und veränderten Volksmärchen dar.

Die Texte wurden von Auflage zu Auflage weiter überarbeitet, teilweise ?verniedlicht? und mit christlicher Moral unterfüttert. Die Grimms reagierten damit auch auf Kritik, die Märchen seien nicht ?kindgerecht?. Um dem zeitgemäßen Geschmack des vorwiegend bürgerlichen Publikums entgegenzukommen, wurden auch wichtige Details geändert. In ihrer Vorrede zu der Ausgabe der KHM von 1815 erwähnen sie explizit, es handle sich bei ihrer Sammlung von Märchen um ein ''Erziehungsbuch''. Sie versichern in ihrer Vorrede immer wieder, dass es sich bei den gesammelten Märchen um ?echt hessische Märchen? handle, welche ihren Ursprung in altnordischen und urdeutschen Mythen hätten. Dass es sich bei ihrer Hauptquelle, der Viehmännin, nicht um eine hessische Bäuerin, sondern um eine gebildete Schneiderin mit französischen Wurzeln handelt, verschweigen sie hingegen. In den Handschriften der KHM, die 1927 in einer Abtei im Elsass gefunden wurden, finden sich jedoch Vermerke über die französische Herkunft und die Parallelen zu Perraults Märchensammlung. Durch Perrault und durch die hugenottische Herkunft Dorothea Viehmanns und der Kasseler Familien Hassenpflug und Wild (sie verkehrten im Hause Grimm; eine Tochter der Familie Wild wurde später die Frau Wilhelms) flossen auch viele ursprünglich französische Kunstmärchen und Märchenvarianten in die Sammlung ein. Um ein Märchenbuch mit ?rein deutschen? Märchen zu haben, wurden einige Märchen, die aus Frankreich in den deutschen Sprachraum gelangten, wie etwa ''Der gestiefelte Kater'' oder ''Blaubart'', nach der ersten Ausgabe wieder entfernt. Dies geschah allerdings nicht konsequent, denn den Grimms war durchaus bekannt, dass zum Beispiel für ''Rotkäppchen'' auch eine französische Version mit tragischem Ende existierte. Eine nationale Eingrenzung war auch deshalb fragwürdig, weil einige Märchen wie etwa Aschenputtel eine umfangreiche europäische und sogar internationale Herkunfts- und Verbreitungsgeschichte haben.

Die Handexemplare der Brüder Grimm (''Kasseler Handexemplare'') mit ihren handschriftlichen Notizen wurden 2005 von der UNESCO zum Weltdokumentenerbe erklärt und befinden sich im Bestand der Universitätsbibliothek Kassel.

Rezeption

Nach dem wurde eine Zeit lang keine Lizenz für den Nachdruck ausgegeben.
Obwohl auch entgegengesetzte Meinungen geäußert wurden, beherrschten bis in die 1970er Jahre märchenkritische Stimmen den Diskurs. Einen allmählichen Umschwung brachte Bruno Bettelheims Veröffentlichung ''Kinder brauchen Märchen'' (1976), in der er aus psychoanalytischer Sicht die für Kinder tröstliche und bestärkende Wirkung der Grimmschen Märchen herausarbeitete.

Neuere Forschungen u.?a. von Holger Ehrhardt, Inhaber der Brüder-Grimm-Stiftungsprofessur an der Universität Kassel, belegen jedoch, dass die Grimms mit den Märchen ?Das von den Juden getötete Mägdlein? oder ?Der Judenstein? antijüdische Klischees und Ritualmordlegenden als deutsches Volksgut transportiert und zur Volksweisheit überhöht haben. Bei ?Der Jude im Dorn? verschärften die beiden sogar noch die antijüdische Stigmatisierung in der Auflage von 1837 gegenüber der Erstausgabe von 1815. Auch ?Rumpelstilzchen? bedient antisemitische Stereotype.

Die Brüder Grimm selbst sahen ihre Sammlung immer wieder auch als ein ''Erziehungsbuch''. Dies zielte jedoch nicht auf die Vermittlung von Normen, sondern eher auf ein gewisses Weltverständnis, das zu pädagogischen Vorstellungen von Aufklärung und Romantik passte. So verlieren auch schauerliche Inhalte im behaglichen Tonfall ihren Schrecken.

Obwohl Grimms Märchen zu den bekanntesten Werken der deutschen Literatur gehören, sind die Originaltexte der Märchen den meisten Lesern unbekannt, so dass viele äußere Details, die Allgemeinwissen sind, tatsächlich nicht in der Grimm?schen Märchensammlung belegt sind. Einige verbreitete Irrtümer: Grimms Märchen beginnen keinesfalls immer mit ?Es war einmal?. Die bekannte Eröffnungsformel wird bei etwa 40?Prozent der Geschichten verwendet. Möglich sind auch entsprechende mundartliche Varianten. Viele allgemein bekannte Verse haben im Originaltext eine andere Fassung als gemeinhin angenommen. Das Hexenhaus in ''Hänsel und Gretel'' besteht nicht aus Lebkuchen, sondern aus Brot, Kuchen und Zucker. Das Märchen ''Schneewittchen'' heißt bei den Brüdern Grimm ''Sneewittchen''. ''Dornröschen'' sticht sich nicht an einer Rose, sondern an einer Spindel; ''Aschenputtel'' fährt mit verschiedenen Kleidern zum Festball, erhält diese jedoch nicht von einer Fee, sondern von einem Baum am Grab ihrer Mutter. Der ''Froschkönig'' verwandelt sich zum Menschen zurück, nicht nachdem er geküsst, sondern nachdem er voll Abscheu an die Wand geschleudert wird.

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Kinder- und Hausmärchen (2012) schrieb der Literaturkritiker Jens Bisky: ?War es ein Unfall der Literaturgeschichte, dass nicht Clemens Brentano die Märchen bearbeitete? Für den wahren Märchenfreund heißt es: Los von den Grimms! Zu stiefmütterlich sind sie mit der Phantasie umgegangen.?

Liste der Märchen

Die Texte werden in der Forschungsliteratur nach ihrer Nummer innerhalb der ''Kinder- und Hausmärchen (KHM)'' abgekürzt, z.?B. KHM 15 für ''.

Ab 1. Auflage, Band 1 (1812)

Ab 1. Auflage, Band 2 (1815)

Ab 2. Auflage (1819)

Ab 3. Auflage (1837)

Ab 4. Auflage (1840)

Ab 5. Auflage (1843)

Ab 6. Auflage (1850)

Kinderlegenden (Anhang, ab 2. Auflage)

Weitere Texte

Sechs Textbruchstücke sind im Anmerkungsband gesondert wiedergegeben: ''Der Mann vom Galgen''; ''Die Laus'' (entspricht KHM 85b '''' (1826) und diverse Einzeltexte in Zeitschriften und Almanachen.

Literatur

Textausgaben

Aktuell auf dem Buchmarkt gibt es zahlreiche Ausgaben der Grimm-Märchen: Illustrierte Bücher für Kinder, fast immer in einer Auswahl und in mehr oder weniger treuen Textversionen. Die von Nikolaus Heidelbach herausgegebene und illustrierte Ausgabe (Weinheim/Basel 1995 u. ö.) vermerkt hinter jedem Text die Auflage, aus der das Märchen stammt; die von Günter Jürgensmeier herausgegebene Edition (Düsseldorf 2007) bietet den Text der Ausgabe letzter Hand von 1857 zusammen mit einem nützlichen Register.

Wissenschaftlichen Ansprüchen genügen zurzeit vor allem drei Texteditionen: Die von Heinz Rölleke (Frankfurt 1985), die den vollständigen Text der dritten Auflage von 1837 bietet, mit einer informativen Editionsgeschichte der Grimm-Märchen, sehr knappen Einzelkommentaren, einer Auswahl der originalen Grimm-Anmerkungen und den Märchentexten der anderen Auflagen.

Von Heinz Rölleke stammt auch eine Neuedition der Ausgabe letzter Hand von 1857 (Stuttgart 1980), die einen Neusatz der Textbände und den faksimilierten Anmerkungsband von 1856 umfasst, mit ausführlichen Kommentaren und einer umfangreichen Bibliografie.

Eine dritte vollständige zweibändige Ausgabe stammt vom Herausgeber .

Eine vierte wichtige Edition ist die von Hans-Jörg Uther (Hildesheim/Zürich/New York 2004): Sie bietet neben einer kurzen Editionsgeschichte einen kompletten Reprint der wichtigen zweiten Auflage der Grimm-Märchen von 1819 und umfasst auch den dritten 1822 erschienenen Band mit den forschungsgeschichtlich bedeutenden Anmerkungen der Grimms.

Anfang Juli 2010 konnte die deutschsprachige Wikisource die Transkription aller großen Ausgaben bis zur siebten Auflage 1857, der Ausgabe letzter Hand, abschließen. Scans und E-Texte sind dort parallel einsehbar. Die Handexemplare der Erstauflage von 1812/15 lassen sich inzwischen ebenfalls online einsehen.

  • )
  • Heinz Rölleke (Hrsg.): ''Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen''. 3 Bände. Stuttgart 1980 u.ö. (Enthält den Text der 7. Auflage (letzter Hand) der ?Großen Ausgabe? von 1857 und den Anmerkungsband von 1856 im Neusatz. Mit ausführlichen Kommentaren des Herausgebers zu jedem Märchen, einem Verzeichnis der Märchenbeiträger und -vermittler, einer tabellarischen Übersicht der verschiedenen Märchenfassungen und einer ausführlichen Bibliografie. 2010, ISBN 978-3-15-030042-8)
  • Heinz Rölleke (Hrsg.): ''Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm.'' Frankfurt 1985 u.ö. (Vollständige Ausgabe auf der Grundlage der dritten Auflage (1837). Diese Edition bietet eine informative Editionsgeschichte der KHM, knappe Einzelkommentare, eine Auswahl der originalen Grimm-Anmerkungen und die Märchentexte der anderen Auflagen, es gibt sie inzwischen auch in einer wohlfeilen Ausgabe; 2007, ISBN 978-3-618-68016-1.)
  • Heinz Rölleke (Hrsg.): ''Kinder- und Hausmärchen. Gesammelt durch die Brüder Grimm. Vergrößerter Nachdruck der zweibändigen Erstausgabe von 1812 und 1815 nach dem Handexemplar des Brüder Grimm-Museums Kassel mit Ergänzungsheft: Transkriptionen und Kommentare''. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1986 u.ö. ISBN 3-525-20764-6.
  • Heinz Rölleke (Hrsg.): ''Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen''. Stuttgart 2009, ISBN 978-3-15-010724-9. (Enthält den Text der 7. Auflage (letzter Hand) der ?Großen Ausgabe? von 1857 ohne Anmerkungen.)
  • Hans-Jörg Uther (Hrsg.): ''Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen.'' (= ''Märchen der Weltliteratur''). 4 Bände. München 1996. (Enthält den Text der 7. Auflage (letzter Hand) der ?Großen Ausgabe? von 1857 im Neusatz. Textkritisch bearbeitet, mit einem ausführlichen Nachwort zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte, umfangreichen Kommentaren zu jedem Märchen, großem Namen- und Sachregister, einem Wörterverzeichnis, einem Verzeichnis der Quellen, Beiträger und Vermittler sowie einer Typologie der Märchen.)
  • Hans-Jörg Uther (Hrsg.): ''Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen.'' (= ''Forschungsausgabe: Jacob ? Wilhelm Grimm. Werke.'' Band?43?45). 3 Bände. Hildesheim 2004, ISBN 3-487-12544-7. (Faksimile der 2. Auflage der KHM von 1819 sowie des Anmerkungsbandes von 1822.. - Mit Vorwort, Wörterverzeichnis, Typen- und Motivkonkordanz, Literaturverzeichnis und Register.)
  • Hans-Jörg Uther (Hrsg.): ''Deutsche Märchen und Sagen.'' Directmedia, Berlin 2004, ISBN 3-89853-480-4. (Die elektronische Version aus der Reihe Digitale Bibliothek enthält neben anderen deutschsprachigen Märchensammlungen den Text der Erstausgabe der KHM von 1812/1815 und den Text der Ausgabe letzter Hand von 1857.)
  • Carl Helbling (Hrsg.): ''Grimms Märchen, Kinder? und Hausmärchen, gesammelt durch die Brüder Grimm, vollständige Ausgabe.'' Manesse Verlag, Zürich 1989, ISBN 3-7175-1162-9 (1. Band, 1986), ISBN 3-7175-1164-5 (2. Band, 1996)
  • ''Grimms Märchen, Vollständig überarbeitete und illustrierte Ausgabe speziell für digitale Lesegeräte.'' 7. Auflage. Null Papier Verlag, Neuss 2011?2014, ISBN 978-3-95418-032-5 (PDF). (Dieses digitale Buch enthält alle vollendeten Märchen der Gebrüder Jakob und Wilhelm Grimm der veröffentlichten Originalausgaben 1 bis 6 von 1812 bis 1850. Alle Märchen in Original-Mundart liegen auch auf Hochdeutsch vor.)
  • , Frankfurt 2007, ISBN 978-3-86150-588-4. (Ein buchstabengetreuer Neudruck der Erstausgabe der ?Kleinen Ausgabe? von 1825. Mit einem Nachwort von Peter Rühmkorf.)
  • Axel Winzer (Hrsg.): ''Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm.'' Haffmans Verlag bei Zweitausendeins, Leipzig 2012, ISBN 978-3-86150-459-7. (Textkritischer Neudruck der stark vermehrten und verbesserten 5. Auflage der Großen Ausgabe von 1843 mit Übertragung der Mundartmärchen, Wörterverzeichnis und editorischem Nachwort.)

Literatur zu Grimms Märchen

  • Lothar Bluhm: ''Grimm-Philologie. Beiträge zur Märchenforschung und Wissenschaftsgeschichte.'' Hildesheim 1995, ISBN 3-487-09860-1.
  • Hermann Gerstner: ''Brüder Grimm.'' (= ''rowohlts monographien.'' Band 201). 9. Auflage, Reinbek bei Hamburg 1997, ISBN 3-499-50201-1.
  • Lothar Bluhm, Heinz Rölleke: ''?Redensarten des Volks, auf die ich immer horche?. Märchen, Sprichwort, Redensart''. Stuttgart 1997, ISBN 3-7776-0733-9.
  • Julia Franke, Harm-Peer Zimmermann (Hrsg.): ''Grimmskrams & Märchendising''. Berlin 2008, ISBN 978-3-938714-06-5.
  • Regina Freyberger: ''Märchenbilder - Bildermärchen. Illustrationen zu Grimms Märchen 1819?1945''. Oberhausen 2009, ISBN 978-3-89896-350-3.
  • Gerhard Lauer: ''Die Brüder Grimm und ihre Folgen.'' In: Regina Bendix, Ulrich Marzolph (Hrsg.): ''Hören, Lesen, Sehen, Spüren. Märchenrezeption im europäischen Vergleich.'' Schneider Verlag Hohengehren, 2008, S. 5?19.
  • Beat Mazenauer, Severin Perrig: ''Wie Dornröschen seine Unschuld gewann. Archäologie der Märchen.'' München 1998, ISBN 3-423-30670-X (zu den Märchen ''Dornröschen'', ''Blaubart'', ''Rotkäppchen'', ''Aschenputtel'' und ''Dummling'')
  • Heinz Rölleke: ''?Wo das Wünschen noch geholfen hat? : Gesammelte Aufsätze zu d. ?Kinder- u. Hausmärchen? d. Brüder Grimm.'' (= ''Wuppertaler Schriftenreihe Literatur.'' Band?23). Bonn 1984, ISBN 3-416-01855-9.
  • Heinz Rölleke: ''Grimmsche Märchen und die Weltliteratur. Anmerkungen zu einer unendlichen Geschichte.'' In: ''Märchenspiegel.'' 4 (1), 1993, S.?6?7.
  • Heinz Rölleke: ''Die Märchen der Brüder Grimm. Eine Einführung''. Stuttgart 2004, ISBN 3-15-017650-6.
  • Heinz Rölleke: ''Die Märchen der Brüder Grimm: Quellen und Studien. Gesammelte Aufsätze.'' 2. Auflage. Trier 2004, ISBN 3-88476-667-8.
  • Heinz Rölleke: ''Grimms Märchen und ihre Quellen. die literarischen Vorlagen der Grimmschen Märchen synoptisch vorgestellt und kommentiert.'' 2. Auflage. Trier 2004, ISBN 3-88476-717-8.
  • Heinz Rölleke: ''Alt wie der Wald. Reden und Aufsätze zu den Märchen der Brüder Grimm.'' (= ''Schriftenreihe Literaturwissenschaft.'' Band 70). Trier 2006, ISBN 3-88476-857-3.
  • Ingrid Tomkowiak, Ulrich Marzolph: ''Grimms Märchen international.''
    • Band 1. ''Texte''. Schöningh, Paderborn 1996, ISBN 3-506-75415-7.
    • Band 2. ''Kommentar''. Schöningh, Paderborn 1996, ISBN 3-506-75416-5.
  • Hans-Jörg Uther: ''Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm''. Berlin 2008, ISBN 978-3-11-019441-8. (2. Auflage (Broschur) 2013, ISBN 978-3-11-031743-5.)

Kulturgeschichtliche Überformungen

Musical

Filmadaptionen

Fernsehadaptionen

  • Grimm, US-amerikanische Krimiserie mit Fantasy- und Mystery-Elementen, 2011.
  • Once Upon a Time ? Es war einmal ? ''(Originaltitel: Once Upon a Time)'', US-amerikanische Fantasyserie von Edward Kitsis und Adam Horowitz, 2011.
  • ''The Brothers Grimm'' (Fernsehserie), US-amerikanische Krimiserie von Ehren Kruger mit Fantasy- und Mystery-Elementen - ''in Planung''.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise